Oldtimer mit zwei Rädern

Die Motorräder der Marke Nimbus wurden nach Ende des Ersten Weltkriegs von P.A. Fisker und seinem Sohn, dem Ingenieur Anders Fisker, in Kopenhagen entwickelt. Sie wurden bis 1956 von dem Unternehmen Fisker & Nielsen hergestellt. Die Firma erreichte auch durch den Vertrieb industrieller Reinigungsmaschinen und Staubsauger Bekanntheit.

Motorradproduktion für Dänemark und die Welt

Der erste gebaute Nimbus hatte einen Vierzylinder-Motor und trug den Beinamen Ofenrohr, da der in den Rahmen integrierte Tank, der an ein solches erinnerte. Auch das zweite Model bekam einen Spitznamen: Humlebien, zu deutsch Hummel, dank seines charakteristischen Motorsounds. Die Nimbus-Motorräder fanden Absatz auf dem dänischen Markt, ein Teil der Produktion ist jedoch weltweit verstreut. So erhielt zum Beispiel das chinesische Heer 1937 drei Nimbus mit 20-Milimeter-Kanonen, die auf dem Beiwagen montiert waren. In Dänemark wurden sie ebenfalls vom Heer eingesetzt, aber auch von der Polizei und ebenfalls von der Post als Liefermotorräder zur Briefkastenentleerung.

Aufschluss über das Aussehen und den charakteristischen Sound der Maschinen liefert das folgende Video.

Absatzeinbruch in den 50er Jahren

In den folgenden Jahren veränderten sich die Modelle weiter, jedoch brach schon in der Mitte der 50er Jahre der Erfolg der Motorradmarke ein. Gründe hierfür waren Marktveränderungen, vor allem der Wunsch, Auto zu fahren und die hohen Abgabelasten auf die Importmaterialien führten zur Einstellung der Produktion. Heute sind die Nimbus-Motorräder als Oldtimer sehr begehrt, neben vielen dänischen Liebhabern ist auch das Interesse aus Deutschland groß.

Felix